Samstag 3. Dezember, 19.00 Uhr

10 Jahre Querverlag: Brauchen wir lesbisch-schwule Projekte?
Verleger Jim Baker und Verlegerin Ilona Bubek vom Berliner Querverlag
diskutieren über die Notwendigkeit lesbischer und schwuler Bücher und einer lesbisch-schwulen Community. Ein spannender und kontroversieller Abend!

Dienstag, 6. Dezember 2005, 19.00 Uhr
13. Nikololesung:
von und mit Hermes Phettberg

Mittwoch, 7. Dezember 2005, 19.00 Uhr
Talk:
In the Beginning: AktivistInnen und ProtagonistInnen der schwul-lesbischen Bewegung in Wien
Mit Rudi Katzer, Waltraud Riegler, Kurt Krickler, Helga Widtmann, Veit Georg Schmidt und Gabriele Szekatsch
Moderation: Nadja b. Schefzig

Donnerstag, 15. Dezember 2005, 19.00 Uhr
Vortrag:
Michael Bochow (Ich bin doch schwul, und will das immer bleiben)
In Kooperation mit der Aidshilfe Wien:
Der Berliner Soziologe wird über seine Studie zu schwulen Männern im (dritten) Lebensalter berichten und allgemein über die Lebenssituation von Schwulen.


17. und 18. Dez. 2005 im Stadttheater Walfischgasse


Lucy McEvil ­ Die Winterreise
Franz Schubert/Wilhelm Müller


Der Abend ist eine Bearbeitung von Schuberts Winterreise. Es ist eine musikalische Minimierung und Sezierung des Werks. Lucy McEvil als Interpretin und Rüdiger Hentzschel als Regisseur nähern sich dem Werk über den Text und dessen dramatischer Auflösung in der Tradition des Chansons, beziehungsweise des Sprechgesangs. McEvil´s Theatralik macht Die Winterreise nicht zu einem Stück nach innen gewendeter Sangeskunst, sondern zu einem Drama, das nach außen drängt.

Musikalische Leitung/Klavier: Martin Kratochwil
Bass: Günther Schiebeck
Vibrafon: Georg Mauerhofer


Samstag, 7. Jänner 2006, ab 16.00 Uhr
Die lange Nacht des LesBiSchwulen Films in Österreich
TopKino, Rahlgasse 1

Es gibt nicht viele, aber einige gibts doch:
österreichische queere Spielfilme. Wir wollen sie an einem Stück, in einer Nacht, zeigen, um die Unterschiedlichkeit, Brüchigkeit, aber auch das doch vorhandene Kontinuum in direktem Vergleich zu sehen.

Der Wienbezug in den Spielfilmen variiert - meist ist es das Produktionsland, mal sind es die Wiener DrehbuchschreiberInnen, FilmemacherInnen oder Stars, die uns die Filme auswählen ließen.

All diesen Filmen ist die Sichtbarmachung schwul-lesbischer Lebensweisen, verdeckt oder offen, extrovertiert und exzessiv, oder still und problematisierend ein Anliegen. Wir zeigen:

Anders als die Anderen (Richard Oswald, D 1919)
Mädchen in Uniform (Leontine Sagan, D 1931)
Mädchen in Uniform (GŽza von Radv‡nyi, D 1958)
Anders als du und ich (Veit Harlan, D 1957)
Die Verwundbaren (Leo Tichat, A 1967)
Dandy Dust (Hans Scheirl, A/GB 1998)
Wiener Brut (Hans Fädler, A 1984)
Rote Ohren Fetzen Durch Asche (Angela H. Scheirl, U. Pürrer, D. Schipek, A 1991)

Queer season¹s greetings!
Verlockungen andersrum im Dezember

Ursula West - A Legend in My Time
with Johannes Roloff & the Angel Band



Country girl Ursula West, singer and sweetheart, queen and confidante, with a rare degree of warmth in her singing style that manages to be at once passionate and motherly. Being as intensely genuine as she is talented, her songs often deal with matters other women in country music wouldn¹t have discussed in private. In A Legend in My Time, the spirited star tells candidly about the high price of fame and the stressful demands of show business, of friends and family she¹s loved and lost. A loving, determined woman who has endured poverty, dashed hopes, domestic violence, slandering, heartbreak, unfaithfulness and the unjust terrors of a hard drinking husband, and who¹s come through it all triumphant with solitary strength.

 



4./6./8. Dez. 2005 im Stadttheater Walfischgasse

Stadttheater Walfischgasse 4, 1010 Wien: Tickets telefonisch werktags unter 01 / 523 36 68

Buchtipp
Helge Mooshammer

C R U I S I N G
Architektur, Psychoanalyse und Queer Cultures

Wer gestaltet Raum, worin liegt die Bedeutung von Architektur?

‚Cruising', ein Synonym für das Herumstreifen auf der Suche nach sexuellen
Abenteuern, verschiebt wie beiläufig die gesichert geglaubte Identität von
Räumen
und lässt im Verdeckten andere Bedeutungen entstehen: In stilisierenden und
erotisierenden Blicken, in den kurzen Begegnungen von Körpern und Phantasien
bilden sich flüchtige, ständige erneuerte Momente von Beteiligung und
Kontakt.

Architekturbeispiele, die versuchen, diese Qualitäten von Cruising in
gebaute
Räume zu transformieren, machen die Bedeutung schaffende Wirkung der
subjektiven, körperlichen Verwicklung in der Produktion von Raum deutlich:
Cruising lässt sich nicht vom Einsatz subjektiver Wahrnehmungen und deren
eigenen zeitlichen und räumlichen Dimensionen, ihren körperlichen Vergangen-
heiten und Rhythmen losgelöst in funktionale Programme übersetzen.
Helge Mooshammer formuliert in seinem Buch dazu den Theorieansatz einer
‚relationalen Architektur', der für ein Weiterdenken von Cruising als
epistemo-
logisches Modell argumentiert, das die räumlichen Qualitäten des Skriptlosen
und Unfertigen im kulturellen Erleben artikuliert.

Zum Autor: Arch. DI Dr. Helge Mooshammer
Gründungsmitglied des Architektur- und Theoriekollektivs ThinkArchitecture.
Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten, u.a. im Modul Visuelle Kultur
an der Technischen Universität Wien.
Mitherausgeber von Visuelle Kultur: Körper-Räume-Medien (Böhlau 2003).
Lebt und arbeitet in Wien und London.


Wien: Böhlau Verlag 2005
208 Seiten, 14 s/w-Abb., 24 x 17 cm, Br., EUR 35,00
ISBN 3-205-77294-6

Bestellungen über die Homepage des Verlags:

http://www.boehlau.at/main/book.jsp?bookID=3-205-77294-6

oder per Email an: vertrieb@boehlau.at