Mein Serienmarathon mit Pluribus am 1. Weihnachtstag
Frohe Weihnachten euch allen. Ho, Ho, Ho! Ich hoffe, ihr habt ein paar ruhige Tage, gutes Essen, vielleicht zu viel davon, und diese seltene Mischung aus Nähe und Abstand, die die Feiertage manchmal mitbringen. Bei mir war der erste Weihnachtstag genau so ein Moment zum Innehalten. Draußen war alles gedämpft, drinnen erstaunlich still. Immerhin, heuer weisse Weihnachten. Auch schon lange nimma gehabt. War sogar eine News Meldung wert, haha. Und irgendwo zwischen Kaffee Nummer zwei und dem Gedanken, jetzt wirklich nichts erledigen zu müssen, hab ich auf Play gedrückt.
Pluribus war eigentlich nur als Versuch gedacht. Eine Folge, vielleicht zwei. Aber dann passiert etwas Seltsames, die Serie schleicht sich langsam in den Kopf. Kein lauter Einstieg, keine Effekthascherei. Stattdessen diese große Idee von einem kollektiven Bewusstsein, das so friedlich wirkt, dass es fast weh tut. Je länger ich geschaut habe, desto mehr hab ich gemerkt, wie sehr mich diese Ruhe beunruhigt.
Was mich besonders beschäftigt hat, war die Perspektive von Carol, gespielt von Rhea Seehorn. Dieses Alleinsein in einer Welt, die plötzlich perfekt funktionieren will. Das fühlt sich manchmal näher an, als mir lieb ist. Man spürt einfach die Handschrift von Vince Gilligan, diese Geduld, dieses Vertrauen ins Publikum. Auch Apple TV liefert hier wieder erstaunlich konsequent Qualität ab. Hut ab.
Am Ende war es draußen schon dunkel, der Feiertag heute ist fast vorbei, und ich ein bisschen nachdenklicher als davor. Kein schlechtes Gefühl. Eher so eines, das bleibt. Jetzt wo ich meine Gednaken spontan verbloggt habe, gehe ich vielleicht noch eune Runde draußen spazieren, die paar weissen Schneeflocken geniessen!
