Erste Eindrücke zum Masters of the Universe Reboot

Ich gebe es gleich zu und will da super erlich sein. Als der erste Trailer zum Masters of the Universe Reboot gestartet ist, war ich innerlich skeptisch. Zu viele Reboots haben mir in den letzten Jahren gezeigt, wie leicht man einen alten Stoff glattbügeln kann, bis nichts Eigenes mehr übrig bleibt. Und trotzdem habe ich weitergeschaut. Ruhig. Aufmerksamer als gedacht. Muss auch das Alter sein, haah.

Der Teaser wirkt erwachsener, reflektierter. Nicht nur laut und bombastisch, sondern fast bewusst zurückhaltend. Gleich zu Beginn diese Idee von Legenden, von Dingen, die angeblich nicht real sind. Sprechende Tiger, Schwerter, Götterkräfte. Das ist klug, weil es auch Menschen abholt, die mit He Man nie wirklich groß geworden sind. Oder so wie ich, nur am Rand.

Und dann erwische ich mich dabei, wie ich an den Film mit Dolph Lundgren denke. Den habe ich als Kind geliebt. Unironisch. Der war roh, manchmal unbeholfen, aber er hatte Herz. Dieser neue Ansatz fühlt sich anders an. Glatter. Humorvoller. Mit kleinen Gags, Büroalltag, ironischen Momenten. Prince Adam wirkt verloren, fast fehl am Platz, und genau das scheint Absicht zu sein.

Nicholas Galitzine passt erstaunlich gut in diese Rolle. Körperlich sowieso, aber auch in diesen stilleren Szenen. Die Effekte allerdings, da bin ich ehrlich, schwanken. Manche Bilder haben Stil, andere sehen noch zu künstlich aus. Gerade große Totalen reißen mich kurz raus, das ist schade.

Trotzdem bleibt etwas hängen. Kein billiger Nostalgietrick, eher der Versuch, den Kern neu zu denken. Ob das aufgeht, weiß ich nicht. Aber ich merke, ja, ich will es sehen und werd dann auch ins Kino gehen? Wer kommt mit?

13
Jan. 2026
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