Dieses Wochenende bin ich weg!

Heute ist Freitag, und ich kann euch sagen, diese Woche hat mich ordentlich gefordert. Gefordert ist sogar untertrieben. Ich hab die Flasche voll. Die Faxen dicke. Den Arschvoll. Ein Termin nach dem anderen, ständig Nachrichten, ständig irgendwas. Irgendwann war bei mir einfach die Luft draußen.

Genau deshalb habe ich heute die Laufschuhe geschnürt und bin durch Wien gelaufen. Nicht besonders schnell, nicht besonders weit. Aber auf jeden Fall genau das, was ich gebraucht habe. Der Weg führte mich durch eine grüne Allee, vorbei an Spaziergängern, Joggern und einer älteren Dame mit ihrem Rollator. Über den Bäumen hingen dunkle Wolken, gleichzeitig kam die Sonne durch. Irgendwie hat das perfekt zu meiner Stimmung gepasst.

Denn manchmal muss man einfach raus und den Kopf freibekommen. Kilometer für Kilometer ist der Stress weniger geworden. Ich mache das viel zu selten, ehrlich gesagt.

Aber ja, jetzt ist Schluss mit Erreichbarkeit. Ich brauche dieses Wochenende dringend. Mein Handy bleibt morgen und am Sonntag ausgeschaltet. Bitte meldet euch nicht, ich bin dann quasi verschwunden… immerhin nur für zwei Tage. Wir lesen / hören uns am Montag wieder.

12
Juni 2026
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Altes Familienrezept probiert

Wie man die Kindheit im Erwachsenenalter wieder aufleben kann? Ganz einfach, nämlich indem ihr das esst was ihr damals gegessen habt.

Ich hab gestern tatsächlich etwas geschafft, das ich schon ewig vor mir hergeschoben hab. Ich hab das alte Spargel Rezept von meiner Oma nachgekocht. Bzw nachgebacken, denn daraus wurde eine richtig schöne Quiche mit grünem Spargel. Und ich sag’s euch ganz ehrlich, beim ersten Bissen war ich sofort wieder zehn Jahre alt.

Meine Oma hat früher im Frühling ständig irgendwas mit Spargel gemacht. Nicht fancy, nicht Instagram tauglich, einfach gutes Essen. Genau das taugt mir heute irgendwie mehr als diese komplett übertriebenen TikTok Rezepte mit 27 Zutaten. Denn manchmal reicht Butter, Eier, ein gscheiter Teig und frischer Spargel völlig aus.

Die Quiche war außen schön mürb und innen richtig cremig. Auf jeden Fall viel besser geworden als ich gedacht hätte! Und der Geruch in der Küche… Wahnsinn. Ich bin ungelogen die ganze Zeit daneben gestanden und hab geschaut ob eh nix anbrennt.

Aber ja, ein bissl stolz bin ich schon. Nicht falsch verstehen, ich bin sicher kein Profi Koch. Aber solche Rezepte weiterzuführen fühlt sich irgendwie richtig an. Habt ihr auch so ein Familienrezept das euch sofort an früher erinnert?

15
Mai 2026
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Mein Serienmarathon mit Pluribus am 1. Weihnachtstag

Frohe Weihnachten euch allen. Ho, Ho, Ho! Ich hoffe, ihr habt ein paar ruhige Tage, gutes Essen, vielleicht zu viel davon, und diese seltene Mischung aus Nähe und Abstand, die die Feiertage manchmal mitbringen. Bei mir war der erste Weihnachtstag genau so ein Moment zum Innehalten. Draußen war alles gedämpft, drinnen erstaunlich still. Immerhin, heuer weisse Weihnachten. Auch schon lange nimma gehabt. War sogar eine News Meldung wert, haha. Und irgendwo zwischen Kaffee Nummer zwei und dem Gedanken, jetzt wirklich nichts erledigen zu müssen, hab ich auf Play gedrückt.

Pluribus war eigentlich nur als Versuch gedacht. Eine Folge, vielleicht zwei. Aber dann passiert etwas Seltsames, die Serie schleicht sich langsam in den Kopf. Kein lauter Einstieg, keine Effekthascherei. Stattdessen diese große Idee von einem kollektiven Bewusstsein, das so friedlich wirkt, dass es fast weh tut. Je länger ich geschaut habe, desto mehr hab ich gemerkt, wie sehr mich diese Ruhe beunruhigt.

Was mich besonders beschäftigt hat, war die Perspektive von Carol, gespielt von Rhea Seehorn. Dieses Alleinsein in einer Welt, die plötzlich perfekt funktionieren will. Das fühlt sich manchmal näher an, als mir lieb ist. Man spürt einfach die Handschrift von Vince Gilligan, diese Geduld, dieses Vertrauen ins Publikum. Auch Apple TV liefert hier wieder erstaunlich konsequent Qualität ab. Hut ab.

Am Ende war es draußen schon dunkel, der Feiertag heute ist fast vorbei, und ich ein bisschen nachdenklicher als davor. Kein schlechtes Gefühl. Eher so eines, das bleibt. Jetzt wo ich meine Gednaken spontan verbloggt habe, gehe ich vielleicht noch eune Runde draußen spazieren, die paar weissen Schneeflocken geniessen!

25
Dez. 2025
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